Überzeugendes letztes Heimspiel unseres «Zwöi»

Das «Eis, Zwöi, Huttu Zwöi» war am Freitagabend die letzte Mannschaft, welche von unserem «Zwöi» vor der Winterpause auf dem Waldäcker empfangen wurde. Obwohl wir bereits Mitte Oktober haben, hatten die beiden Mannschaften das Vergnügen, auf einem wunderschön präparierten Fussballrasen zu spielen. Letztes Heimspiel, wunderschöner Rasen und Flutlichtstimmung – es benötigte nicht viel von Trainer Luca Michetti, um die Spieler, wie man so schön sagt, «auf das Spiel heiss zu machen».

Die Buchser starteten die erste Halbzeit mit einem Feuerwerk. Bereits nach zehn Minuten konnte man einigen Spielern den Titel «Chancentod» geben, und diese durften sich darüber nicht beklagen. Alleine gegen den Torwart hier, freier Abschluss im Strafraum da, Lattentreffer dort; es schien fast, als wollten die Buchser gar kein Tor schiessen. Mindestens ein Spieler auf dem Spielfeld hatte trotz herbstlichen Verhältnisse sicherlich nicht kalt: der Huttwiler Torwart. An ihm bissen sich die Buchser die Zähne aus. Nach 30 Minuten erlöste einmal mehr Matteo Chianello mit einem präzisen Schuss die Heimmannschaft mit dem 1:0. Sowohl spielerisch wie auch in Sachen Laufbereitschaft und Fokus zeigten sich die Buchser von ihrer besten Seite. Völlig verdient durfte das Zwöi den Pausentee mit einer Führung im Rücken geniessen.

Wie so oft diese Saison bestand jedoch die Gefahr, aufgrund eines Leistungsabbaus im zweiten Durchgang die bisher gute Leistung zu schmälern und sogar Punkte liegen zu lassen.

Sich dessen bewusst, knüpfte das «Zwöi» in der zweiten Hälfte dort an, wo man in der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Damit ist nicht nur die Spielweise gemeint, sondern auch die mangelnde Chancenauswertung. Es benötigte nach einer Stunde ein sogenanntes «Gwürz-Goal» (Definition: dem Zufall unterliegendes, nicht schön anzusehendes Tor) von Matteo Chianello, um die Führung auszubauen. Jeder kennt die altbekannte Fussballerweisheit: «Eine Zweitoreführung ist das Gefährlichste im Fussball». Deswegen spielten die Gastgeber weiterhin aktiv mit und versuchten stets die Führung auszubauen anstatt herunterzuspielen. Hinten liessen die Buchser mit Abwehrchef Christoph Hofer weiterhin nichts zu, und vorne kombinierte man sich anschaulich weitere Chancen heraus. Man merkte, dass jeder Spieler es genoss ein letztes Mal im Jahr 2020 auf Buchsis grünen Teppich zu stehen. Gegen Ende des Spiels krönte sich Dominik Schäfer nach über einem Jahr Verletzungspause mit einem eiskalt abgeschlossenen Tor bei seinem Heimspieldebüt. Auch Livio Michetti setzte sich nach einem Eckball auf die Torschützenliste. Im Strafraumgetümmel reagierte er am schnellsten und konnte den Ball über die Linie buxieren. Dies hatte jedoch seinen Preis: Nicht nur war am nächsten Morgen sein kleiner Zeh ungefähr doppelt so gross wie er sein sollte, man konnte auch alle gemäss Caran’d’Ache definierten Regenbogenfarben darauf sehen. Gute Besserung Livi!


Schliesslich konnte man das letzte Heimspiel souverän mit 4:0 gewinnen und alle drei Punkte holen. Der grosse Kraftakt durfte dann mit isotonischen Hopfengetränken gefeiert werden. Ein weiteres Highlight des Abends war, dass dank der Leistung auf dem Platz für einen Buchser sogar noch ein Job-Angebot herausschaute. Nach umkämpften Zweikämpfen wirbelten einige «Grasmutten» durch die Luft, welche während des Spiels durch Sandro Will liebevoll wieder in den Rasen eingeflickt wurden. Dies verleitete Yanick Durrer dazu, ihm nach dem Spiel eine Praktikumsstelle anzubieten. Durri, i chume de gärn no uf di zue!


Trotz eines erfreulichen Fussballabends in Buchsi fängt am Freitag das Gastspiel beim FC Roggwil wieder bei 0:0 an. Das «Zwöi» will mit einem Sieg die Vorrunde der Saison 2020/2021 erfolgreich abschliessen, um dann im Frühling die Aufholjagd um die Tabellenspitze zu starten.


Sandro Will

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